Die kreative Förderung mit Hundertwasser fördert viele Kompetenzen
Am SFZ München Nord im nördlichsten Stadtbezirk Hasenbergl wird die kreative Förderung der schon ganz jungen Kinder von Anbeginn gefördert. Im zeichnerisch-malerischen Bereich ist es von großem Vorteil und eine Bereicherung, wenn die zuständige Klassenlehrkraft selbst auch künstlerisch tätig ist. Ein Ausnahmetalent stellt hier sicherlich die Studienrätin FS Andrea Weiß dar, die auch schon Ausstellungen mit eigenen beeindruckenden Werken verwirklicht hat. Ihr eigenes künstlerisches Talent gibt sie sehr einfühlsam bereits an Erstklässler weiter.
Dies verlangt im Vorfeld immer eine intensive Materialvorbereitung in zeichnerisch-malerisch-gestalterischen Bereichen: Leinwände, Stifte für den zeichnerischen Entwurf, Markenwasserfarben und ein umfassendes Pinselangebot, Wachsmalstifte in einer reichhaltigen Farbpalette, Kreiden in unterschiedlichsten Farben. Gerade beim Arbeiten mit Hundertwasser macht es Spaß, warme und kalte Farben zu mischen, weil dadurch starke Kontraste und lebendige Bilder entstehen. Und auch Bildmaterial muss besorgt werden, das von großformatigen Kunstkalendern stammt. All dies Material für eine umfangreiche kreative Förderung kostet viel Geld. Dieses Material kann von finanzschwachen Familien nicht zusätzlich aufgebracht werden, und es ist auch nicht zumutbar, dass das benötigte Material für außergewöhnliche Kunstprojekte ausschließlich von der Lehrkraft finanziert wird. Die Schulen haben für diese Bereiche bekannterweise auch kein Budget. Aus diesen Gründen unterstützt unser gemeinnütziger Verein "ghettokids – Soziale Projekte e.V." mit einem regelmäßigen Zuschuss gerne die kreativen Angebote von Frau Andrea Weiß - auch sehr gerne in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Hundertwasser, einem berühmten Künstler aus Österreich, den bereits Kinder kennen sollten.
Hier sind einfache Infos über ihn, die von der Studienrätin in einfacher Sprache an die Kinder bei der Einführung weitergegeben wurden:
Wer war Hundertwasser?
- Er wurde 1928 geboren, also vor fast 100 Jahren, und starb im Jahr 2000.
- Er hieß eigentlich Friedrich Stowasser. Später hat er seinen Namen geändert, weil er ihn besser zu seiner Kunst und seinen Ideen passend fand.
- Aus Friedrich wurde Friedensreich (das bedeutet so viel wie "reich an Frieden").
- Aus Stowasser wurde Hundertwasser ("sto" heißt in manchen slawischen Sprachen "hundert"). Er mochte es also, kreativ zu sein – sogar mit seinem eigenen Namen.
- Später gab er sich den Künstlernamen "Hundertwasser", weil er Wasser und die Natur liebte.
- Er war Maler und Architekt (also jemand, der Häuser entwirft).
Was machte seine Kunst besonders?
- Er mochte keine geraden Linien – er fand sie langweilig.
- Seine Bilder und Gebäude sind bunt, verspielt und voller Muster.
- Oft malte er Spiralen, weil sie für ihn ein Zeichen für Leben und Wachstum waren.
Seine Häuser
Seine Gebäude sehen aus wie aus einem Märchen:
- schiefe Böden
- bunte Wände
- Bäume wachsen aus den Fenstern
- Ein berühmtes Haus ist das Hundertwasserhaus in Wien.
Was war ihm wichtig?
- Hundertwasser liebte die Natur und wollte sie schützen.
- Er fand, Menschen sollten kreativer und freier leben.
- Deshalb baute er Häuser, die mehr wie die Natur sind – nicht so streng und gerade.
Wusstest du das?
- Er trug oft bunte Kleidung und ungewöhnliche Hüte.
- Er reiste viel und lebte auch eine Zeit lang auf einem Schiff.
Die frühe kreative Beschäftigung mit den Werken von Hundertwasser fördert bei Kindern weit mehr als nur künstlerische Fähigkeiten. Durch das Arbeiten mit leuchtenden Farben, unregelmäßigen Formen und fantasievollen Mustern wird zunächst die Wahrnehmung geschult: Kinder lernen, genau hinzusehen, Unterschiede zu erkennen und eigene Gestaltungen bewusst zu treffen. Gleichzeitig stärkt diese Art des kreativen Arbeitens die Feinmotorik, etwa beim Malen von Spiralen oder beim freien Gestalten ohne starre Vorgaben.
Darüber hinaus unterstützt der Ansatz von Hundertwasser die Entwicklung von Selbstvertrauen und Ausdrucksfähigkeit. Da es in seinem Stil kein "richtig" oder "falsch" gibt, erleben Kinder, dass ihre eigenen Ideen wertvoll sind. Sie trauen sich eher, Neues auszuprobieren und ihre Gefühle in Farben und Formen auszudrücken. Auch die Fantasie und das kreative Denken werden angeregt, weil Kinder ermutigt werden, ungewöhnliche Lösungen zu finden und ihre Umwelt neu zu interpretieren.
Nicht zuletzt spielt auch die soziale und emotionale Entwicklung eine Rolle. Wenn Kinder gemeinsam im Stil von Hundertwasser arbeiten, tauschen sie sich aus, respektieren unterschiedliche Ergebnisse und lernen, Vielfalt zu schätzen. Seine starke Verbindung zur Natur kann zudem das Umweltbewusstsein fördern, indem Kinder sensibler für natürliche Formen und ökologische Zusammenhänge werden. Insgesamt trägt die kreative Förderung in diesem Kontext also ganzheitlich zur Entwicklung kognitiver, motorischer, emotionaler und sozialer Kompetenzen bei.
Unserem gemeinnützigen Verein liegt eine umfassende kreative Förderung von sozial benachteiligten Kindern sehr am Herzen. Wir danken Frau Andrea Weiß für ihren engagierten künstlerischen, wertschätzenden Einsatz für diese Kids und freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit. Ihre Fotos von der künstlerischen Arbeit mit den Kids sind immer wieder sehr beeindruckend.











